Clever: Kriminelle widersprechen Strafgesetzbuch

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Bad Segeberg –  Nach nur zwei Verhandlungstagen fand heute ein Strafprozess vor dem Amtsgericht Segeberg einen überraschenden Ausgang: Drei geständige Einbrecher, auf deren Konto mindestens 25 Brüche mit einem Gesamtschaden von über 200.000 Euro gehen, wurden freigesprochen. Wie eine Sprecherin des Gerichts verlauten ließ, bestünden keine Zweifel an der Täterschaft der Angeklagten. Man habe an den Tatorten Fingerabdrücke und DNA-Spuren gesichert, die den drei Männern zweifelsfrei zugeordnet werden können. Allerdings habe die Auswertung von Überwachungskameras ergeben, dass die Einbrecher T-Shirts mit einer speziellen Aufschrift trugen:

einbrecher-shirt

Dem Richter waren dadurch leider die Hände gebunden: „Ich kann die Angeklagten doch nicht nach Gesetzen verurteilen, denen sie nicht zugestimmt haben. Das Strafgesetzbuch gilt hier in diesem Fall einfach nicht“, sagte uns der erfahrende Jurist mit einem Schulterzucken.

Die angeklagten Einbrecher zeigten sich nach dem Freispruch erleichtert: „Die Idee haben wir von Facebook.“, so der Anführer der Bande, Walter M. (22). „Dort kann man ja auch ganz einfach den AGB widersprechen, indem man ein Foto mit so einem Text teilt.“

Der zuständige Staatsanwalt war für einen Kommentar nicht zu erreichen, wird aber Gerüchten zufolge wegen mangelnden Erfolgsaussichten auf eine Revision verzichten.