Erneut Unregelmäßigkeiten bei Wahl in Österreich: Stimmenverteilung war nicht ausgewogen

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Foto: Bernd Schwabe CC BY-SA 3.0

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Wien –  Nach den Pannen im ersten Wahlgang richteten sich die Augen Europas gespannt auf den zweiten Versuch der Alpenrepublik, einen Präsidenten zu wählen. Schliesslich wäre es eine Bankrotterklärung für die gesamte EU, wenn ausgerechnet eins ihrer langjährigen Mitglieder keine freie und faire Wahl ohne Zwischenfälle organisieren könnte. Zunächst schien die Wahl auch ganz nach Vorschrift zu laufen, doch nun wurden Zahlen bekannt, die auf eine starke Benachteiligung des unterlegenen Kandidaten Norbert Hofer hinweisen.

Offiziell soll jeder Kandidat die gleiche Chance haben, das ist eine der Grundprinzipien der Demokratie. Aber noch während die Auszählung zeigten die ersten veröffentlichten Zahlen, dass dem grünen Kandidaten Alexander van der Bellen mehr Stimmen angerechnet werden als dem als Rechtspopulisten verschrienen Hofer. „Das kann doch kein Zufall sein!“, sagt uns ein unparteiischer Wahlbeobachter auf der Wahlparty der FPÖ. „Wenn es zwei Kandidaten gibt, aber der eine bekommt nur 46 Prozent, dann gibt es wohl Leute, die etwas dagegen haben, dass er Präsident wird.“ Eine These, die schwer zu widerlegen ist, denn Zahlen lügen bekanntlich nicht.

Die Folgen dieses Skandals sind noch nicht abzusehen. Die Anomalie bei der Stimmenverteilung ist so gravierend, dass sie Hofer den Sieg kosten kann. Doch auch die internationale Gemeinschaft beobachtet Österreich mit Sorge: So liess ein sichtlich empörter Erdogan mitteilen, wenn der Falsche gewinne, sei das keine echte Demokratie. Russlands Präsident Putin bot hingegen seine Hilfe an, er könnte einige zufällig in Österreich urlaubende Russen an die Wahlurnen schicken, um das Problem nachträglich auszugleichen. Nur aus den USA war Positives zu hören: Der zukünftige Präsident Trump gratulierte Norbert Hofer zum Wahlsieg: „Guter Mann! 46 Prozent. Das ist viel. Das ist wirklich viel. In Amerika ist man damit Präsident. Guter Mann.“