Kinderporno-Skandal: Grüne bieten SPD Hilfe an

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Berlin –  Droht ein Bruch der Koalition? Das Kabinett Merkel streitet seit Tagen über die Affäre um den ehemaligen SPD-Abgeordneten Edathy, der unter dem Verdacht steht, Kinderpornos über das Internet bezogen zu haben. Auch die Kanzlerin will nicht mehr länger zuschauen, wie die SPD hilflos zwischen Distanzierung, Unschuldsvermutung und Aussitzen herum schwankt.

Foto: Bernd Schwabe (CC BY-SA 3.0)

Foto: Bernd Schwabe (CC BY-SA 3.0)

Nun wittern die Grünen ihre Chance: Von der Oppositionsbank aus bieten Sie den Sozialdemokraten überraschend ihre Zusammenarbeit an. „Die SPD benimmt sich absolut dilettantisch. Das kommt davon, wenn man ein Thema jahrzehntelang ignoriert und dann meint, man könne in solch einer Krise das Ruder übernehmen.“, liess Jürgen Trittin verlauten. Niemand könne einen Pädophilie-Skandal so gut managen wie die Grünen. „Diese Kernkompetenz haben wir erst letztes Jahr wieder bewiesen. Erst gibt man eine Studie in Auftrag, dann zweifelt man die Ergebnisse als ‚politisch motiviert‘ an, schliesslich diskutiert man so lange herum, bis sich die gelangweilte Öffentlichkeit von etwas anderem ablenken lässt.“. Diese sogenannte „Oh, ein Kätzchen“-Strategie empfiehlt der erfahrene Krisenmanager auch der SPD-Führung, und er signalisiert die deutliche Bereitschaft seiner Partei, den gebeutelten Sozialdemokraten wieder zu einem einwandfreien Ruf zu verhelfen: „Bei uns hat es doch prima funktioniert!“, lächelt er zufrieden.