Pakt gegen #FakeNews: Parteien wollen auf Programme und Wahlversprechen verzichten

Bitte empfehlen Sie diesen Artikel weiter!

spd-wahlplakat-bundestagswahl-2013-thema-altersarmutBerlin –  Im Bundestagswahlkampf 2017 wird es keine sogenannten „Fake-News“ geben, jedenfalls nicht von den Parteien CDU, CSU, SPD, FDP, Die Linke und Die Grünen. Das haben die Spitzen dieser Parteien bei einem Treffen in der Bundeshauptstadt verbindlich vereinbart.

„Zunächst ging es uns ja nur darum, nicht mehr zu lügen“, erklärt Sigmar Gabriel (SPD) die Aktion. „Aber dann kam schnell die Frage auf, was wir den Wählern denn sonst erzählen sollen.“. Es bliebe ja nur noch die Wahrheit übrig und die wolle niemand hören. Deshalb einigte man sich zwischen allen demokratischen Parteien auf einen kompletten Verzicht inhaltlicher Aussagen.

Volker Kauder, Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag, meint dazu: „Sicherheit, Wohlstand, den Mist glaubt uns doch eh keiner. Die Leute wählen Mutti, weil sie sie kennen, Merkel ist sozusagen das Schnitzel in der Kantine. Da schreibt ja auch keiner dran ‚Das ist gut für dich!‘.“ Man spare mit dem Verzicht auf Plakate, gedruckte Parteiprogramme und sogenannte „Info“-Stände einen zweistelligen Millionenbetrag, freut sich der erfahrene Politiker: „Das sind ungefähr fünf Koffer!“

Grünen-Chef Anton Hofreiter sieht noch einen weiteren Vorteil bei der Aktion: „Normalerweise erzählen wir den Wählern auf Veranstaltungen und mit buntem Werbematerial, wir würden bei einer Regierungsbeteiligung total kompromisslose umweltfreundliche Politik machen. Dafür muss dann schon mal der Cem den Hubschrauber nehmen und der Druck der ganzen Heftchen und Flyer verbraucht viel Trinkwasser und Strom. Wenn wir darauf verzichten, sparen wir eine gewaltige Menge CO2 und haben so endlich mal wirklich etwas für die Umwelt getan, was sich nicht hinterher als alibimäßige Luftnummer herausstellt.“